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Ökomanagement Niederösterreich

SDG´s in practice

Lesen Sie den Bericht von Ökomanagement NÖ Beraterin MMag Sigrid Koloo zur Sustainable Development Goals Beratung bei der Organisation "arbeit plus".

Wer ist arbeitplus?

arbeit plus – Soziale Unternehmen Niederösterreich (vormals nöb) ist eine niederösterreichweite Vernetzung von Sozialen Unternehmen. Als gemeinnütziger Verein ist arbeitplus nicht auf Gewinn ausgerichtet.

Die Mitgliedseinrichtungen von arbeitplus agieren im arbeitsmarktpolitischen Kontext und unterstützen erwerbslose Menschen auf vielfältige Weise. Sie sind als „Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte“ (GBP), „Sozialökonomische Betriebe“ (SÖB), Beratungs- und Betreuungseinrichtungen (BBE) und Qualifizierungseinrichtungen vom Arbeitsmarktservice Niederösterreich, Land Niederösterreich und/oder vom Sozialministeriumservice finanziert.

Über arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich sind wir und unsere Mitgliedseinrichtungen auf Bundes- und Europaebene vernetzt.

 

Wie hat sich die Zusammenarbeit ergeben?

Ich habe aufgrund meines Engagements als Koordinatorin der Themeninitiative Wirtschaft bei SDG Watch Austria für arbeitplus Österreich im Mai 2020 ein Webinar durchgeführt zum Thema „Was haben die SDGs mit sozialen Organisationen zu tun?“

Die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 vereinbarten Ziele für nachhaltige Entwicklung begleiten Organisationen in ihrer täglichen Arbeit: Gleichstellung, Nachhaltigkeit und gute Arbeit für Alle sind als Ziele in ihre DNA eingeschrieben. arbeit plus hat dieses Thema im Jahr 2020 in seiner Netzwerkarbeit verstärkt aufgegriffen und organisierte im April ein erstes Innovation Lab dazu, das den Anstoß zur Weiterarbeit gab. Zwischenzeitlich wurde arbeit plus Mitglied bei SDG Watch Austria, einem unabhängigen Netzwerk gemeinnütziger Organisationen, die sich gemeinsam für die ambitionierte Umsetzung der SDGs in Österreich einsetzen. 

Im Zuge dieses Webinars ist der Wunsch aufgekommen, stärker in die Tiefe einzutauchen und die SDGs für die eigene Organisation bzw. die Mitgliedsbetriebe von arbeitplus NÖ erlebbar zu machen.

Im Rahmen der Beratung bzw. des Workshops „sdg in practice“ im Frühjahr 2021 beschäftigten wir uns gemeinsam eingehender mit den SDGs und deren Bedeutung für die tägliche Arbeit: Was tun wir bereits im Rahmen der SDGs? Welche Strategien gibt es, um Arbeitsschwerpunkte besser an den SDGs zu orientieren? Wie können wir das besser nach innen und nach außen kommunizieren?

Was sind die Ziele des Moduls SDG in practice?

SDG in practice ist ein kompaktes Workshop-Format um die SDGs zu entdecken und deren Relevanz für die nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der eigenen Organisation zu erkennen.

Die Teilnehmenden lernen die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) kennen und verstehen. Sie entdecken und erkennen die Bedeutung sowie die Chancen der nachhaltigen Entwicklung mit den Sustainable Development Goals.

Darüber hinaus gilt es Kommunikationsstrategien für den Organisationsalltag zu erarbeiten, um die enge Verbindung der täglichen Arbeit der Sozialen Organisationen mit den SDGs besser sichtbar zu machen. Gleichzeitig werden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, die eigene Arbeit stärker an den SDGs als weltweit anerkannten Referenzrahmen für nachhaltige Entwicklung zu orientieren. 

 

Ziel des Workshops/der Beratung war es – neben Wissensvermittlung und Austausch – „ins Tun zu kommen“ und konkrete Schritte hin zur gezielteren Umsetzung und Kommunikation der SDGs in der eigenen Organisation zu setzen.

 

Wie ist der Ablauf von SDG in practice?

Nach einem gemeinsamen Einstieg hören die Teilnehmenden einen kurzen Input rund um die Entstehung und Bedeutung der SDGs und deren Bedeutung für Organisationen.

Danach führen die Teilnehmenden einen Status Check durch: Wo stehen wir, was machen wir bereits und was kommunizieren wir bereits an wen?

Anhand von Reflexionsfragen und Good Practice Beispielen stellen die Teilnehmenden einen Zusammenhang zwischen einzelnen SDGs und der eigenen Organisation her und diskutieren ihre Ergebnisse in Kleingruppen.

Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden individuelle Lösungsstrategien für jene ausgewählten globalen Herausforderungen, die sie am stärksten betreffen. Sie formulieren wirkungsorientierte Ziele und verankern diese SDGs in der eigenen Organisation.

Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus ein Werkzeug, um ihre eigene Kommunikationsstrategie rund um die SDGs aufzubauen: Mit welcher Zielgruppe soll über welche Kanäle wie regelmäßig mit welchem Content kommuniziert werden?

Um vom Wissen zum Tun zu gelangen, erhalten die Teilnehmenden eine Aufgabe, die sie sofort umsetzen können und sollen.

Erfahrungsaustausch, Diskussion und individuelle Beratung runden dem Workshop ab.

 

Wie geht es weiter?

 

SDG Online Werkstatt

Nach dem Kompakt-Workshop in practice bietet sich die Teilnahme an der SDG Online Werkstatt bzw. eine Zertifizierung als SDG-Expert:in an. Dieses e-Learning beinhaltet kompakte Selbst-Lern-Module rund um die 17 SDGs, sowie 8 Online Gruppen-Coachings.

Als Ergebnis erhalten die Teilnehmenden neben einem Teilnahme-Zertifikat, eine Verankerung ihrer wirkungsorientierten Organisationsziele rund um die Global Goals, sichtbares Verbesserungspotenzial und die Basis für eine individuelle Nachhaltigkeitsstrategie für ihre Organisation.

SDG in practice und die SDG Online Werkstatt wurden 2019 mit dem Best of Austria Award für Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ausgezeichnet.

 

Impact Compass

Darauf aufbauend kann mit dem Impact Compass Management, Controlling und Reporting auf die SDGs ausgerichtet werden.

Der Impact Compass ermöglicht eine transparente Datenerfassung. Das digtiale Tool erleichtert das Reporting nach SDG, da es automatisch vorschlägt, welche Daten für das Messen des Erreichens der SDG-Ziele erhoben werden sollten. Weiters sind Berechnungen und dafür nötige Faktoren hinterlegt, die außerdem mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Anforderungen der verschiedensten Standards bzw. Indikatorensysteme „mitwachsen“.

Die Anwender:innen wählen selbst aus, welche SDG-Ziele sie erreichen möchten. Das Tool empfiehlt, welche Daten zur Messung der Zielerreichung erhoben werden sollten und berechnet die relevanten Indikatoren – z.B. Treibhausgasemissionen für die Erreichung der Ziele in Zusammenhang mit SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Außerdem können konkrete Maßnahmen und deren Umsetzung im Tool dokumentiert werden. Alle Daten werden automatisch in einen SDG-Report kompiliert. Wenn auch nach anderen Standards wie GRI oder EMAS berichten werden soll, dann funktioniert dies im Tool akkordiert – Daten, die für mehrere Standards relevant sind, werden automatisch richtig zugeordnet und verwendet. Mehreren Standards zu erfüllen ist damit besonders effizient möglich!

Weitere Informationen: MMag Sigrid Koloo, Koloo Projects | +43 660 7616869 | sigrid(at)koloo.at | www.koloo.at

Profitieren. Mit Verantwortung.

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